Der Nächste, bitte! Eine biblische Anleitung zur Nächstenliebe

Die Nächstenliebe ist der Stachel im Fleisch christlicher Wertekultur. Es mangelt daher nicht an Zähmungsversuchen, um die Nächstenliebe den eigenen Bestrebungen zu unterwerfen und das eigene Verhalten zu rechtfertigen. Die Nächstenliebe aber kennt keine falschen Komporomisse. Im Gegenteil: Wer die Konsequenzen der Nächstenliebe leugnet, schadet dem christlichen Glauben im innersten Kern.

Mit dem Gewissen vereinbar? Biblische Anmerkungen zum Streit und zur Einigung von CSU und CDU

Die Dramatik des Streits zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU hat die letzten Tage und die Schlagzeilen bestimmt. Schon vor der Eskalation ist der Bamberger Domkapitular Peter Wünsche aufgrund der Haltung der CSU in der Asylpolitik aus dieser Partei ausgetreten, der er 44 Jahre angehörte. "Aus Gewissengründen" hat er sich so entschieden. Was wäre eine christliche Politik ohne Gewissen? Es stellt sich die Gewissensfrage!

Wertschätzung des Wassers Alttestamentliche Perspektive: Trinkwasser als Gemeingut und Menschenrecht

Wenn der Zugang zu sauberem Wasser heute ein Menschrecht ist, dann muss der kapitalistischen Wertschöpfung eine deutliche Grenze gesetzt werden: Wer sich an einem Gemeingut bereichert, ist verantwortlich für jeden, der keinen Zugang zu diesem Gemeingut hat. Trinkwasser ist gemäß dem Alten Testament ein Gemeingut, auf das selbst der Fremde und der Feind einen Anspruch haben.

Das Essen der Anderen „Containern“, Lebensmittelverschwendung und das alttestamentliche Gesetz

In Deutschland landen jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Milliarden Euro im Müll. Sie aus den Abfallcontainern und Mülltonnen z.B. von Supermärkten zu nehmen - das sogenannten "Containern" - ist strafbar. In diesem Fall ist die Gesetzgebung im Alten Testament einen Schritt weiter als das Gesetz in Deutschland.

Wann kommt die Moral? Neutestamentliche Einwürfe zu skandalösen Entdeckungen in der Bundeswehr

Moral ist kein Orden, den man sich äußerlich anheften kann. Moral ist der innerste Kern einer Haltung, die das Handeln bestimmt. Wer über eine starke Moral verfügt, kann auch in scheinbar aussichtslosen Situationen bestehen. So zeigt sich an Haltung und Handeln nicht nur, wes Geistes Kind jemand ist, sondern ob sein Streben auch der Gesellschaft, die ihn trägt, dient. Es ist notwendig, dass die Gesellschaft selbst die Moral nicht aus dem Blick verliert.

Hunger und Hungersnöte Die Katastrophe im Südsudan und das gerechte Handeln

100.000 stehen im Südsudan kurz vor dem Hungertod. Der Vorwurf Elifas "Den Durstigen tränkst du nicht mit Wasser, dem Hungernden versagst du das Brot." (Ijob 22,7) trifft nicht nur die Kriegsparteien, sondern die gesamte Weltgemeinschaft. Aus der Erfahrung von Hungernot lehrt das Alte Testament, dass der Gerechte den Hunger (selbst des Feindes) bekämpft.

Wider die vorschnelle Beruhigung: Fürchtet euch nicht! Die biblische Herausforderung des Engelgrußes angesichts der Morde auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breidscheidplatz

Der Gruß der Engel - "Fürchtet euch nicht!" - ist schneller in vieler Munde, wenn das Unerwartbare über Menschen hereinbricht. Der Gruß taugt aber nicht nur nicht zur oberflächlichen Beruhigung; er ist beinhaltet immer auch eine Aufforderung zum aufrichtigen Handeln.

„Öffne Deinen Mund“ Die Stimme gegen das Leid in Aleppo erheben

Aleppo ist ein Synonym für Leid, Hoffnungs- und Hilflosigkeit im Angesicht dessen die Regierungschefs der Europäischen Union feststellen, "dass wir viel weniger tun können, als wir gerne tun würden" (Angela Merkel). Auch wenn eine Lösung momentan nicht greifbar scheint, gilt es doch stets die Stimme zu ergreifen und nach Gerechtigkeit zu verlangen für die Leidenden, deren Stimmen erstickt werden (siehe Sprichwörter 31,8-9).