Die Vollstreckung der Todesstrafe Ein alttestamentliches „Ja, aber…“

Der 10. Oktober ist der Internationale und Europäische Tag gegen die Todesstrafe. Während weltweit mehr und mehr Nationen die Todesstrafe abschaffen steht sie weiterhin in den Heiligen Schriften des Judentums und Christentum. Aber bereits im Alten Testament findet sich ein Diskurs über die Frage, wer die Todesstrafe überhaupt vollstrecken darf.

Die Lüge und ihre Folgen Alttestamentliche Anmerkungen zum Abgasskandal

Im Kern des Abgasskandals geht es um eine Lüge. Die Manipulation der Motoren stellt nicht nur ein "absichtliche Unwahrheit" dar, sondern die Inkaufnahme gemeinschaftswidriger Folgen. Anhand des Alten Testaments zeigt sich, dass Lügen anhand ihrer Auswirkungen zu veruteilten sind. Die Autoindustrie muss Verantwortung für die Auswirkungen ihrer Lüge übernehmen.

Wertschätzung des Wassers Alttestamentliche Perspektive: Trinkwasser als Gemeingut und Menschenrecht

Wenn der Zugang zu sauberem Wasser heute ein Menschrecht ist, dann muss der kapitalistischen Wertschöpfung eine deutliche Grenze gesetzt werden: Wer sich an einem Gemeingut bereichert, ist verantwortlich für jeden, der keinen Zugang zu diesem Gemeingut hat. Trinkwasser ist gemäß dem Alten Testament ein Gemeingut, auf das selbst der Fremde und der Feind einen Anspruch haben.

Das Essen der Anderen „Containern“, Lebensmittelverschwendung und das alttestamentliche Gesetz

In Deutschland landen jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Milliarden Euro im Müll. Sie aus den Abfallcontainern und Mülltonnen z.B. von Supermärkten zu nehmen - das sogenannten "Containern" - ist strafbar. In diesem Fall ist die Gesetzgebung im Alten Testament einen Schritt weiter als das Gesetz in Deutschland.

Wann kommt die Moral? Neutestamentliche Einwürfe zu skandalösen Entdeckungen in der Bundeswehr

Moral ist kein Orden, den man sich äußerlich anheften kann. Moral ist der innerste Kern einer Haltung, die das Handeln bestimmt. Wer über eine starke Moral verfügt, kann auch in scheinbar aussichtslosen Situationen bestehen. So zeigt sich an Haltung und Handeln nicht nur, wes Geistes Kind jemand ist, sondern ob sein Streben auch der Gesellschaft, die ihn trägt, dient. Es ist notwendig, dass die Gesellschaft selbst die Moral nicht aus dem Blick verliert.

Hunger und Hungersnöte Die Katastrophe im Südsudan und das gerechte Handeln

100.000 stehen im Südsudan kurz vor dem Hungertod. Der Vorwurf Elifas "Den Durstigen tränkst du nicht mit Wasser, dem Hungernden versagst du das Brot." (Ijob 22,7) trifft nicht nur die Kriegsparteien, sondern die gesamte Weltgemeinschaft. Aus der Erfahrung von Hungernot lehrt das Alte Testament, dass der Gerechte den Hunger (selbst des Feindes) bekämpft.

Wider die vorschnelle Beruhigung: Fürchtet euch nicht! Die biblische Herausforderung des Engelgrußes angesichts der Morde auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breidscheidplatz

Der Gruß der Engel - "Fürchtet euch nicht!" - ist schneller in vieler Munde, wenn das Unerwartbare über Menschen hereinbricht. Der Gruß taugt aber nicht nur nicht zur oberflächlichen Beruhigung; er ist beinhaltet immer auch eine Aufforderung zum aufrichtigen Handeln.

„Öffne Deinen Mund“ Die Stimme gegen das Leid in Aleppo erheben

Aleppo ist ein Synonym für Leid, Hoffnungs- und Hilflosigkeit im Angesicht dessen die Regierungschefs der Europäischen Union feststellen, "dass wir viel weniger tun können, als wir gerne tun würden" (Angela Merkel). Auch wenn eine Lösung momentan nicht greifbar scheint, gilt es doch stets die Stimme zu ergreifen und nach Gerechtigkeit zu verlangen für die Leidenden, deren Stimmen erstickt werden (siehe Sprichwörter 31,8-9).

Geschredderte Küken, Massentierhaltung und die Bibel Die Tierethik des Alten Testaments

Nutztiere leben in unserem Wirtschaftssystem meistens nicht im Paradies. Sie dienen zur Nahrung und der Mensch verfügt über sie. Es stellt sich die Frage, wie eine Nutztierhaltung aussehen kann, die sowohl tiergerecht als auch ökonomisch sinnvoll ist. Das Alte Testament erinnert den Menschen an seine Verantwortung gegenüber den Tieren als Geschöpfe Gottes – auch sie haben Rechte.