Einstürzende Altbauten Österliche Betrachtungen eines Neutestamentlers

Eine Tradition, die danach strebt, dass alles so bleibt, wie es ist, ist ein Diätprogramm. Wer aber auf Diät ist, will weniger weniger, nicht mehr. Österlich ist das nicht. Ostern ist mehr als Aufbruch, es ist ein Bruch mit Althergebrachtem. Ostern ist, wenn Gott den zur Sünde gemachten rettet, auf dass Gerechtigkeit für alle wird. Wahrhaftig: Ostern ist ein Segen!

Ertüchtigt und ermächtigt Oder: Warum es die Kirche überhaupt gibt

Wenn es eng wird, berufen sich einige, die in der Kirche Verantwortung tragen, gerne darauf, dass die Kirche für dieses oder jenes keine Vollmacht habe. In anderen Fragen scheint es dieses Problem nicht zu geben. In der Tat zeigt ein Blick in das Neue Testament, dass die Kirche ertüchtigt ist und sich von Anfang an ermächtigt sah, das Werk Jesu eigenverantwortlich fortzuführen - auch und gerade da, wo es keine Worte Jesu gab. Das ist der Beginn echter Theologie, die denkt und nicht nur repetiert.

Omertà? No! Biblische Reflexionen über das (Ver-)Schweigen

Wenn es um das Selbstverständnis der Kirche geht, hatte (und hat) das Schweigen Konjunktur bei vielen Verantwortlichen. Nichts sollte die Heiligkeit der Kirche in Gefahr bringen. Gerade das Schweigen aber beschädigt eben diese Heiligkeit - und es ist ein Zeichen mangelnden Gottvertrauens. Damit die Kirche wieder des Glaubens würdig werden kann, darf nichts im Verborgenen bleiben. Nichts!

Nicht ganz dicht im Dach Neutestamentliche Überwindungen einer ekklesialen Bunkermentalität

Wenn das längst Bewährte als revolutionäre Neuerung erscheint, dann ist die Kraft zur inneren Reform längst versiegt. Frauen dürfen jetzt Lektorinnen sein. Wow! Angesichts soviel reformerischen Minimalismus' weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Nur eins scheint klar: die Kirche mag noch lange nicht verbeult sein, sie ist aber nicht mehr ganz dicht im Dach. Das könnte allerdings auch eine Chance sein, der erlahmten Braut Christi Beine zu machen.

Und der Knabe schweigt Neutestamentliche Betrachtungen zu einem außergewöhnlichen Weihnachtsfest 2020

Weihnachten wird im Corona-Jahr 2020 zur Herausforderung. Können Präsenzgottesdienste wichtige Hoffnungszeichen in dunkler Zeit sein oder setzen sie die Menschen einer Gefahr aus. Das sind möglicherweise die falschen Alternativen. Weihnachten wird im Corona-Jahr 2020 so oder so anders gefeiert werden. Weihnachten als das Fest, an dem der Ewige das menschliche Leben heiligt, hat in diesem Jahr eine ganz eigene Botschaft, die zukunftsweisend ist: Jetzt seid ihr dran!

Wann endlich kommen die Tage der Not? Ein Essay zur Frage der Reformunfähigkeit der Kirche

Reformvorschläge haben in der Kirche wenig Chancen. Es gibt immer Kräfte - seien es Weihevolle oder Weihelose -, die den Besitzstand wahren möchte. Wer aber nur daran interessiert ist, die eigenen Pfründe zu sichern, ist reformunfähig. Das Wort Gottes selbst aber lehrt, dass Umkehr kein Ergebnis geistlicher Erkenntnis, sondern letztlich eines physischen Mangels ist. Ohne diesen erlebten Mangel haben alle pastoralen Zukunftsprozesse wohl keine Chance ...

Wahrheitsvermutung Oder: Wie man von Missbrauch Betroffenen endlich eine Stimme gibt

Missbrauch ist ein perfides Verbrechen. Wenn Namen von Tätern bekannt werden, ist schnell von Unschuldsvermutung die Rede. Von Missbrauch Betroffene hingegen müssen Jahre um ihr Recht kämpfen - nicht selten erfolglos. Es ist an der Zeit, dass sie nicht mehr als Bittsteller behandelt werdne. Ihnen gegenüber hat endlich die Wahrheitsvermutung zu gelten!

Worte sind Worte sind Worte Bekenntnisse eines Neutestamentlers

Worte wirken. Sie lösen Reaktionen aus, die bisweilen aber dem, was gesagt wurde, widersprechen. Das ist auch gut so, denn sonst wäre alles nur Zauberei: Man spricht und das Gesagte wird wirklich. Stattdessen verwandeln sich viele Worte in Windhauch, in heiße Luft, wenn sie nicht durch Taten gedeckt sind. Gerade der Glaube an den, dessen Wort Fleisch wird, ist tatempfindlich. Wenn die Taten für die Worte fehlen oder gar den Worten widersprechen, sind die, die so verkünden, des Glaubens nicht mehr würdig. Liegt hier der eigentliche Kern der gegenwärtigen Kirchenkrise?