Der Kirche dankbar sein! Ein gutes Wort aus dem Alten Testament über die Kirche

„Ich denke, dass die Menschen in der Kirche anfangen müssen, über die Kirche gut zu reden. Wenn die ganze Zeit nur Kritik geübt wird, dann hat das eine verheerende Wirkung auf das Image der Kirche,“ bemerkt der Soziologe Detlef Pollack zum Zustand der Kirche in Deutschland. Wofür, bzw. wie kann man in der Kirche dankbar sein?

Das Schweigen der Frauen Ein Besuch in der exegetischen Werkstatt führt bisweilen zu erstaunlichen Erkenntnissen

In der Kirche herrscht keine Redefreiheit - zumindest nicht in den 10 Minuten nach dem Evangelium in der Heiligen Messe. Wer daran rührt, kann sich sicher sein, emotionale Diskussionen auszulösen. In solchen Auseinandersetzungen wird die Schlagkraft der Bibel wiederentdeckt, wobei die Tiefe der Texte und ihrer Entstehung selten beachtet wird. Wer sich mit Verstand in diese Abgründe wagt, wird nicht nur Überraschendes erkennen, sondern auch Auswege aus manch vermeintlichem Dilemma.

Frauen an den Altar des Wortes! Mit Mirjam, Maria aus Magdala und den Frauen Gott verkünden

Sei es der #Weiberaufstand oder Maria 2.0 - die Diskussion um die Zulassung von Frauen zur katholischen Priesterweihe entbrennt immer wieder auf ein Neues. Und die Frontgräben auf beiden Seiten sind deutlich gezogen und keiner verlässt seine Stellung. Dabei gäbe es doch die Möglichkeit auf einen ersten, gemeinsamen Schritt aufeinander zu, den kirchliche Dokumente und die Bibel eröffnen.

Zeugnisreife Ein kurzer Essay über die Notwendigkeit, dass aus Jüngern Zeugen werden

Es heißt, man lerne nicht für die Schule, sondern das Leben. Das Dasein als Schülerin oder Schüler endet mit der Schulentlassung nach hoffentlich erfolgreicher Reifeprüfung. Dann beginnt die eigentlich Bewährung auf dem Spielfeld des Lebens. So ist es auch mit der Jüngerschaft in der Nachfolge Jesu. Auch diese Lernzeit endet. Aus Jüngern müssen dann endlich Zeugen des Evangeliums werden. Auch heute reicht es deshalb nicht, Jüngerin oder Jünger zu sein; die Botschaft Gottes braucht Zeuginnen und Zeugen!

Vergib uns unsere Missbrauchstaten! Vergebung in Zeiten der Missbrauchskrise

Es sei Zeit, "dass unsere kirchlichen Hierarchen auch den Missbrauchstätern irgendwann vergeben würden", predigte der der Priester Ulrich Zurkuhlen im Bistum Münster - und er verteidigt diese Forderung mit der Vergebungsbitte im Vaterunser. Ist es an der Zeit nicht nur den Opfern beizustehen, sondern der klerikalen Tätern zu vergeben?

Das Wagnis Ein neutestamentliches Plädoyer für einen nicht bloß behaupteten Kulturwandel

Schiffe sind gute Werkzeuge, um Menschen zu verbinden. Wenn ein Schiff in Schieflage gerät, aber nicht untergeht, kann die Mannschaft Rettungsboote besteigen und das Schiff aufgeben. Sie werden dann von anderen, fremden Schiffen aufgenommen, stranden auf einsamen Inseln oder gehen auf dem Meer verloren. Man könnte auch die Schiffsschlosser holen, um das Leck abzudichten und das Schiff mit kreativem Geist wieder flott zu machen, denn es gibt nur das Material, was an Bord ist. In der Kirche ist das die Aufgabe der Theologie. Es ist wieder an der Zeit, mit kreativem Geist mehr Theologie zu wagen.

Lehre leere Lehren leeren Oder: Warum man das Wort Gottes nur mit Besonnenheit und Leidenschaft zum Leben erwecken kann

Was ist ein Lehramt wert, dessen Lehre niemand mehr erreicht? Wo der Mensch aus dem Blick gerät und das Ineinander von Leidenschaft und Besonnenheit fehlen, entleert sich die Lehre selbst. Da hilft es auch nicht, Bibelzitate anzuführen - schon gar nicht, wenn diese aus dem Zusammenhang gerissen werden. Sind das, was die Kirche heute lehrt, wirklich noch die Worte des ewigen Lebens? Der Rabbi von Nazareth war das wesentlich konkreter und weltzugewandter als es manchem Frommen heutzutage lieb ist. Sein Wort verstörte damals ebenso wie heute - wenn man es wirklich ganz und ungestutzt hört; und das ist gut so!