Wo ist das Problem? Neutestamentliche Instruktionen nicht nur für die frühe Kirche

Lösungen sind dann erfolgversprechend, wenn es für sie ein passendes Problem gibt. Schwierig hingegen wird es, wenn es Lösungen ohne Probleme gibt. Institutionen, in denen es viele Antworten auf ungestellte Fragen gibt, werden dann nicht selten selbst zum Problem. Das gilt für die Gesellschaft, vor allem aber für eine Kirche, die viele ehemals bewährte Lösungen vorhält, die aber nicht mehr so recht zu den Probleme der Gegenwart passen.

Der Laie als Gott? Aufruf zur Radikalität und Dank im Angesicht einer Instruktion

Dank, Ermutigung und Anerkennung für das Engagement der Laien in den Kirchengemeinden fehlen - dies ist eine blutende Wunde in der neuen Instruktion der Kleruskongregation, die unter dem Titel „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ veröffentlicht wurde. Ein Blick in die Bibel macht die Unsichtbaren sichtbar. #ZeitfürRadikalität

Ansehen gibt Ansehen Oder: Es wird Zeit, den Zahlen Gesichter zu geben

Das Volk der Dichter und Denker mutiert in Zeiten der Corona-Pandemie zu Zahlenjongleuren. Dabei werden im Umgang mit Statistiken nicht nur gerne Kausalitäten mit Korrelationen verwechselt. Statistiken haben auch eine enorm beruhigende Wirkung, indem sie Chaotisches und Unbeherrschbares übersichtlich in Zahlenform anästhetisieren. Dabei steckt hinter jeder Zahl ein Mensch und sein individuelles Leben.

Das Fenster zur Welt Neutestamentliche Gedanken zu Kirchenaustritten und die Gefahren und Chancen offener Fenster

Das Ritual ist erprobt: Der Veröffentlichung der Zahlen der Kirchenaustritte folgt eine Konzert von Betroffenheitssymphonien. Man fordert dann gerne offene Fenster, um sich dann wieder an die Konferenztische zu setzen. Wer das Wort Gottes in der Welt verkünden will, muss die schlecht belüfteten Räume wohl ganz verlassen, um denen zu begegnen, die längst aus dem Fenster gesprungen sind.

Was ist eigentlich Eucharistie? Eine neutestamentliche Suche nach Mitte, Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens

Die Eucharistie ist Quelle, Mitte und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. So lehrt es das 2. Vatikanische Konzil. Aber ist damit nur die Heilige Messe gemeint? Was ist "Eucharistie" überhaupt? Und: Wie kann man in Pandemiezeiten Eucharistie feiern? Fragen, die Anlass genug für eine neutestamentliche Spurensuche sind. Wie so oft, eröffnet die Exegese auch hier eigene Perspektiven. Es lohnt sich immer wieder, zurück zu den Quellen zu gehen.

Die Lehren des Herrn Tur Tur Eine neutestamentliche Reflexion über das Verhältnis von Stärke des Kleinen und die Schwachheit der Lauten

Es sagt sich so einfach: Die Freiheit eines Menschen endet da, wo die Freiheit eines anderen Menschen beginnt. In Zeiten der Corona-Pandemie hingegen blasen sich manche zu Freiheitskämpfern auf, die ohne Rücksicht auf andere vor allem für ihre eigenen Bedürfnisse eintreten. Kann man so den Weg aus der Krise finden? Es braucht bei aller Unsicherheit wohl eher eine nüchterne Bestandsaufnahme, die die Schwachen nicht vergisst.

Einfach unerhört Neutestamentliche Aspekte über Stoßgebete in Krisenzeiten

Ein Virus breitet sich pandemisch aus. Er macht krank. Viele erleben sich ohnmächtig. Das ist der Boden, auf dem Verschwörungserzählungen gedeihen. Der Verschwörungsvirus befällt sogar manch einen, der in der Kirche Ansehen zu haben scheint. Reicht da das Stoßgebet, Gott möge Hirn vom Himmel werfen? Wer betet, der empfängt. Was wird Gott geben, wenn Hirn aus ist?

Gehorsam folgsam oder freiwillig einsichtig Neutestamentliche Überlegungen über kindliche Sicherheitsbedürfnisse und reife Mündigkeit

Freiwilliger Gehorsam? - mit diesem Paradox wird auch in der Kirche gerne Gefolgschaft ohne allzu kritische Nachfragen gefordert. Der mit freiem Willen ausgestattete mündige Mensch aber kann nie unkritisch gehorsam sein. Er darf es nicht. Im Gegenteil: Seine Entscheidungen beruhen auf Einsicht und Erkenntnis. Man muss ihn also gewinnen, will man ihn nicht im Stand eines Kindes lassen. In der Zeit, wo Masken zur Pflicht werden, demaskiert sich mancher Charakter als vorschnell gehorsam oder einsichtig aus freiem Willen.

Schrecklich frohe Ostern Österliche Gedanken eines Neutestamentlers in Zeiten der Corona-Pandemie

Kreuzestod und Auferstehung bilden zusammen den Kern des christlichen Glaubens. Das eine ist nicht ohne das andere zu haben. So bleiben auch die Wundmale als Denkmale am Leib des Auferstandenen. Das Leid kann nicht weggejubelt werden, wohl aber kann im Leid die Hoffnung lebendig bleiben. Der Schrecken gehört wie der Jubel zur Ostererfahrung.

Nähe und Distanz Neutestamentliche Anmerkungen über eine nicht nur pastorale Herausforderung in Zeiten der Corona-Pandemie

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Die angesichts der Corona-Pandemie medizinisch notwendige Forderung nach körpferlichem Abstand bedeutet eine Herausforderung: Wie kann trotz angemessener physischer Distanz soziale Nähe gelingen und aufrecht erhalten werden? Der Mensch wird hier in seiner ganzen Existenz gefordert - mit Leib und Geist.