Der Nächste, bitte! Eine biblische Anleitung zur Nächstenliebe

Die Nächstenliebe ist der Stachel im Fleisch christlicher Wertekultur. Es mangelt daher nicht an Zähmungsversuchen, um die Nächstenliebe den eigenen Bestrebungen zu unterwerfen und das eigene Verhalten zu rechtfertigen. Die Nächstenliebe aber kennt keine falschen Komporomisse. Im Gegenteil: Wer die Konsequenzen der Nächstenliebe leugnet, schadet dem christlichen Glauben im innersten Kern.

Mit dem Gewissen vereinbar? Biblische Anmerkungen zum Streit und zur Einigung von CSU und CDU

Die Dramatik des Streits zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU hat die letzten Tage und die Schlagzeilen bestimmt. Schon vor der Eskalation ist der Bamberger Domkapitular Peter Wünsche aufgrund der Haltung der CSU in der Asylpolitik aus dieser Partei ausgetreten, der er 44 Jahre angehörte. "Aus Gewissengründen" hat er sich so entschieden. Was wäre eine christliche Politik ohne Gewissen? Es stellt sich die Gewissensfrage!

Faustpolitik Reflexionen über das Verhältnis von Politik und Religion

Das Verhältnis der Politik zur Religion ist ambivalent. Die Religionen und ihre Vertreter sollen aus Sicht der Politik immer dann schweigen, wenn sie sich kritisch zu Wort melden. Dient die Religion hingegen als Legitimation des eigenen Handelns, wird sie gerne hervorgeholt. Auch wenn Christen nicht gegen Staat revoltieren sollten, kennt das Wort Gottes doch die Möglichkeit des Widerstandes - freilich mit den rechten Mitteln. Es wird deutlich, dass die Politik die Religion nicht nur ertragen muss. Es gibt auch Situationen, in denen die Religion nicht schweigen darf!

Reifeprüfung Gedanken eines Neutestamentlers zum sogenannten „Kommunionstreit“

Der sogenannte "Kommunionstreit" um die Frage der Zulassung nichtkatholischer Ehepartner in konfessionsverschiedenen Ehen zum Kommunionempfang scheint nach der Stellungnahme der Glaubenskongregation entschieden. Bei näherem Hinsehen zeigen sich aber nicht nur aus neutestamentlicher Sicht neue Möglichkeiten. Rom hat gesprochen - und die Sache ist noch lange nicht entschieden!

Platz machen! Ein neutestamentlicher Essay über die Frage der Mission

Mission ist wieder mal in aller Munde. Die Gruppe um Johannes Hartls Gebetshaus verkündet vollmundig ein Mission Manifest, während Erik Flügge auf eine missionarische Kundenakquise durch Hausbesuche setzt. Tatsächlich ist bereits im Neuen Testament eine Strategie erkennbar, die sich entgegen der gegenwärtigen Entwürfe bereits als erfolgreich und praktikabel erwiesen haben.

Gottgleich! Der Mensch als Ebenbild Gottes in der Politik

Wenn im Bundestag von "Kopftuchmädchen und alimentierten Messermännern" (Alice Weidel, AfD) gesprochen wird, dann zeugt das nicht von einem christlichen Menschenbild der Rednerin. Der Mensch, jeder Mensch ist Bild Gottes (Jakobus 3,9), aber was bedeutet das? Und welche Relevanz hat das, wenn die christlichen Kirchen von Markus Söder (CSU) zu einem Runden Tisch eingeladen werden, um über die Werte, die Kultur und die Identität des Landes zu sprechen?

Die physische Dimension Gottes Exegetische Reflexionen über den Heiligen Geist

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Oft wird mit ihm die Erwartung außergewöhnlicher Erfahrungen verbunden. Solche vorschnell spiritualisierende Perspektiven verstellen allerdings den Blick dafür, dass dem Geist Gottes eine zutiefst physische Dimension zu eigen ist: Er ist Wind und Hauch, Sturm und Atem, der allem Sein Leben und Existenz verleiht. So wird deutlich, dass in allen und allem, was atmet, Gottes Lebensmacht pulsiert.