Hat Jesus Gemeinde gewollt? Von der Notwendigkeit, in der Verkündigung mehr Theologie zu wagen

Die Gemeinde steht im Zentrum zahlreicher pastoralstrategischer Überlegungen. Sie erscheint nahezu als Idealbild des Kircheseins, das sich auf den mutmaßlichen Willen Jesu selbst zurückführt. Eine nähere Betrachtung der neutestamentlichen Schriften lässt aber erkennen, dass Gemeinde bestenfalls eine Methode, nicht aber das Ziel der Verkündigung ist.

Nathans Waisen Wer die Grenzen der Religionen überwinden will, muss die Grenzen der Religionen achten – ein Plädoyer für den interreligiösen Dialog

Gehört der Islam nach Deutschland? Der Regensburger Bischof Robert Vorderholzer hält den Islam für nicht integrierbar, weil er Kerngehalte des christlichen Glaubens negiert. Tatsächlich ist das jeweils Trennende für die Ausbildung religiöser Identitäten unabdingbar. Vor allem ist das Trennende eine Herausforderung sowohl der Selbstvergewisserung als auch für den interreligiösen Dialog, durch den die Religionen gemeinsam tiefer in die Wahrheit gelangen. Diese Chance sollte man sich weder durch Verweigerung noch durch vorschnelle Leugnung des Trennenden vergeben.

Eine Frage der Ehre Ein Essay über die christliche Herausforderung nach dem Beginn der US-Präsidentschaft Donald Trumps

Das Volk hat gewählt. Demokratisch legitimiert ist Donald Trump nun der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Reaktionen auf seinen Amtsantritt sind ambivalent. Das Land scheint zerstritten. Es scheint wieder einmal Endzeit zu sein - eine Zeit, in der sich der wahre Wert der christlichen Botschaft in Wort und Tat entfalten muss.

Die Arbeiter im Steinbruch des Herrn Eine kritische Hinterfragung zum Umgang mit dem Wort Gottes anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2017

Das Wort Gottes ist kein Steinbruch, in dem man sich beliebig bedienen kann. Die beliebig und willkürliche Auswahl von Textstellen hingegen manipuliert das Textverständnis. Wenn die biblischen Texte aber wirklich Gottes Wort enthalten, muss mit ihnen sorgsam umgegangen werden. Nur so kann ein theologischer Diskurs in Gang kommen, der vorhandene Differenzen nicht einfach leugnet, sondern das Trennende als Ansporn eines tieferen Verstehens annimmt.

Wider die vorschnelle Beruhigung: Fürchtet euch nicht! Die biblische Herausforderung des Engelgrußes angesichts der Morde auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breidscheidplatz

Der Gruß der Engel - "Fürchtet euch nicht!" - ist schneller in vieler Munde, wenn das Unerwartbare über Menschen hereinbricht. Der Gruß taugt aber nicht nur nicht zur oberflächlichen Beruhigung; er ist beinhaltet immer auch eine Aufforderung zum aufrichtigen Handeln.

„Öffne Deinen Mund“ Die Stimme gegen das Leid in Aleppo erheben

Aleppo ist ein Synonym für Leid, Hoffnungs- und Hilflosigkeit im Angesicht dessen die Regierungschefs der Europäischen Union feststellen, "dass wir viel weniger tun können, als wir gerne tun würden" (Angela Merkel). Auch wenn eine Lösung momentan nicht greifbar scheint, gilt es doch stets die Stimme zu ergreifen und nach Gerechtigkeit zu verlangen für die Leidenden, deren Stimmen erstickt werden (siehe Sprichwörter 31,8-9).