Aus Dankbarkeit segnen Alttestamentliche Überlegungen zu #mutwilligSegnen, #liebegewinnt

Am 10. Mai 2021 werden deutschlandweit Menschen, die sich lieben, gesegnet. "Wir feiern die Vielfalt der verschiedenen Lebensentwürfe und Liebesgeschichten von Menschen und bitten um Gottes Segen", erklären die Initiatoren von liebegewinnt. Doch darf die Kirche auch homosexuelle Paare und ihre Liebe segnen? - ein biblischer Einwurf zum Lobpreis Gottes und für mehr Dankbarkeit.

Der Bischof und die Professorin Neutestamentliche Wegweisungen aus der ekklesialen Sackgasse

Das Verhältnis ist schon lange spannungsgeladen: Die Theologie und das Lehramt. Immer wieder geraten die Vertreter des einen mit denen in Konflikt, die theologietreibend Antworten auf die Fragen der Zeit suchen. Dabei liegt der Konflikt tiefer als es der augenscheinliche Streit um die richtige Lehre. Es geht letztlich um die Frage der Ordnung des Volkes Gottes. Sind die einen Herren über den Glauben der anderen? Und was ist ein Hirte, wenn die Herde einfach weiterzieht? Es ist schon lange Zeit, umzudenken ...

Einstürzende Altbauten Österliche Betrachtungen eines Neutestamentlers

Eine Tradition, die danach strebt, dass alles so bleibt, wie es ist, ist ein Diätprogramm. Wer aber auf Diät ist, will weniger weniger, nicht mehr. Österlich ist das nicht. Ostern ist mehr als Aufbruch, es ist ein Bruch mit Althergebrachtem. Ostern ist, wenn Gott den zur Sünde gemachten rettet, auf dass Gerechtigkeit für alle wird. Wahrhaftig: Ostern ist ein Segen!

Und die Moral von der Geschicht … Neutestamentliche Reflexionen über Moral und Gewissen

Nicht jeder, der Recht bekommt, ist auch moralisch auf der rechten Seite. Zumindest wird die Moral angeführt, wenn die Argumente des Rechts ausgetauscht sind. Was aber ist Moral? Woran kann man sie messen? Die Moral mag nicht relevant für irdisches Recht sein, vor dem inneren Gerichtshof, dem Gewissen, ist sie die oberste Norm. Sie objektiv zu prüfen, mag unmöglich sein; subjektiv aber entscheidet sich vor diesem inneren Gerichtshof, ob das Handeln eines Menschen lauter ist. Das aber kann auch vor der Welt nicht auf Dauer verborgen bleiben.

Ertüchtigt und ermächtigt Oder: Warum es die Kirche überhaupt gibt

Wenn es eng wird, berufen sich einige, die in der Kirche Verantwortung tragen, gerne darauf, dass die Kirche für dieses oder jenes keine Vollmacht habe. In anderen Fragen scheint es dieses Problem nicht zu geben. In der Tat zeigt ein Blick in das Neue Testament, dass die Kirche ertüchtigt ist und sich von Anfang an ermächtigt sah, das Werk Jesu eigenverantwortlich fortzuführen - auch und gerade da, wo es keine Worte Jesu gab. Das ist der Beginn echter Theologie, die denkt und nicht nur repetiert.

Die große Schwester der Geduld Reflexionen über die Notwendigkeit der Hoffnung

Krisen sind Herausforderungen. Wer sie bestehen will, braucht Geduld und eine Hoffnung, die aufrichtet. Hoffnung aber ist nicht das schnell beschworene Licht am Ende des Tunnels, das auch ein entgegenkommender Zug sein könnte. Hoffnung aber beruht auf einem grundständigen Vertrauen, Krisen bewältigen zu können, wie es schon früher gelungen ist. So kann man auch mitten in der Krise das Leben als Herausforderung feiern.

Omertà? No! Biblische Reflexionen über das (Ver-)Schweigen

Wenn es um das Selbstverständnis der Kirche geht, hatte (und hat) das Schweigen Konjunktur bei vielen Verantwortlichen. Nichts sollte die Heiligkeit der Kirche in Gefahr bringen. Gerade das Schweigen aber beschädigt eben diese Heiligkeit - und es ist ein Zeichen mangelnden Gottvertrauens. Damit die Kirche wieder des Glaubens würdig werden kann, darf nichts im Verborgenen bleiben. Nichts!

Nicht ganz dicht im Dach Neutestamentliche Überwindungen einer ekklesialen Bunkermentalität

Wenn das längst Bewährte als revolutionäre Neuerung erscheint, dann ist die Kraft zur inneren Reform längst versiegt. Frauen dürfen jetzt Lektorinnen sein. Wow! Angesichts soviel reformerischen Minimalismus' weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Nur eins scheint klar: die Kirche mag noch lange nicht verbeult sein, sie ist aber nicht mehr ganz dicht im Dach. Das könnte allerdings auch eine Chance sein, der erlahmten Braut Christi Beine zu machen.

Leben lernen Ein Plädoyer wider das Aufblühen eines paganen Klerikalismus

Wenn jede an sich denkt - und jeder auch - dann ist an alle gedacht. Viele leben offenkundig in einem Bewusstsein einer besonderen Erwählung, nehmen sie doch scheinbare Sonderrechte für sich in Anspruch, die gerne auch als Grundrechte deklariert werden. Die Freiheit der Entscheidung bleibt dabei ebenso auf der Strecke wie der gesellschaftliche Zusammenhalt, ist eine organische Gesellschaft doch immer mehr als die Summe Einzelner. Wahre Freiheit braucht Charakter.

Und der Knabe schweigt Neutestamentliche Betrachtungen zu einem außergewöhnlichen Weihnachtsfest 2020

Weihnachten wird im Corona-Jahr 2020 zur Herausforderung. Können Präsenzgottesdienste wichtige Hoffnungszeichen in dunkler Zeit sein oder setzen sie die Menschen einer Gefahr aus. Das sind möglicherweise die falschen Alternativen. Weihnachten wird im Corona-Jahr 2020 so oder so anders gefeiert werden. Weihnachten als das Fest, an dem der Ewige das menschliche Leben heiligt, hat in diesem Jahr eine ganz eigene Botschaft, die zukunftsweisend ist: Jetzt seid ihr dran!