Zielvorgabe! oder: Wer einen Weg beginnt, muss ihn vom Ende her denken

Der Aufbruch Abrahams ist längst zu jenem pastoralen Paradigma avanciert, das im Beschwören des allein auf Gott vertrauenden Glaubens schon den Prototyp des Aufbruchs erblickt. Bei näherem Hinsehen aber zeigt die Abrahamerzählung, dass der Weg nicht nur kein Ziel ist, sondern ein klar definiertes Ziel braucht. Bereits der Aufbruch muss vom Ende her gedacht werden.

Von Gott berufen Biblische Anmerkungen zum Priestermangel

Ist der Priestermangel eine Mangel an Berufungen? Wer in der Bibel zum Propheten oder Apostel berufen wird, hat ohne Nachfrage, ohne Widerwort, ohne Zweifel zu folgen. Eine Berufung ist eine feststehende Entscheidung Gottes. Man kann einer Berufung nicht entfliehen. Wenn Gott keine Priester beruft, bedeutet dies, dass Gott die Priester nicht mehr braucht oder nicht mehr will?

Anders denken! Ein neutestamentlicher Zwischenruf zum Umgang mit politischen und anderen Gegnern

Der gesellschaftliche Diskurs der Gegenwart wird weniger von Informationen als von Emotionen geprägt. An die Stelle des Argumentes tritt die Schlagkraft des lauten Vortrags. Der Shitstorm verdrängt den Brainstorm. Dabei erweist sich der moderne kommunikative Darwinismus als Sackgasse, aus der es nur den Ausweg des Andersdenkens gibt. Es erscheint notwendig, das Hören neu zu lernen.

Hat Jesus Gemeinde gewollt? Von der Notwendigkeit, in der Verkündigung mehr Theologie zu wagen

Die Gemeinde steht im Zentrum zahlreicher pastoralstrategischer Überlegungen. Sie erscheint nahezu als Idealbild des Kircheseins, das sich auf den mutmaßlichen Willen Jesu selbst zurückführt. Eine nähere Betrachtung der neutestamentlichen Schriften lässt aber erkennen, dass Gemeinde bestenfalls eine Methode, nicht aber das Ziel der Verkündigung ist.

Nathans Waisen Wer die Grenzen der Religionen überwinden will, muss die Grenzen der Religionen achten – ein Plädoyer für den interreligiösen Dialog

Gehört der Islam nach Deutschland? Der Regensburger Bischof Robert Vorderholzer hält den Islam für nicht integrierbar, weil er Kerngehalte des christlichen Glaubens negiert. Tatsächlich ist das jeweils Trennende für die Ausbildung religiöser Identitäten unabdingbar. Vor allem ist das Trennende eine Herausforderung sowohl der Selbstvergewisserung als auch für den interreligiösen Dialog, durch den die Religionen gemeinsam tiefer in die Wahrheit gelangen. Diese Chance sollte man sich weder durch Verweigerung noch durch vorschnelle Leugnung des Trennenden vergeben.

Eine Frage der Ehre Ein Essay über die christliche Herausforderung nach dem Beginn der US-Präsidentschaft Donald Trumps

Das Volk hat gewählt. Demokratisch legitimiert ist Donald Trump nun der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Reaktionen auf seinen Amtsantritt sind ambivalent. Das Land scheint zerstritten. Es scheint wieder einmal Endzeit zu sein - eine Zeit, in der sich der wahre Wert der christlichen Botschaft in Wort und Tat entfalten muss.