Der Kirche dankbar sein! Ein gutes Wort aus dem Alten Testament über die Kirche

„Ich denke, dass die Menschen in der Kirche anfangen müssen, über die Kirche gut zu reden. Wenn die ganze Zeit nur Kritik geübt wird, dann hat das eine verheerende Wirkung auf das Image der Kirche,“ bemerkt der Soziologe Detlef Pollack zum Zustand der Kirche in Deutschland. Wofür, bzw. wie kann man in der Kirche dankbar sein?

Das Schweigen der Frauen Ein Besuch in der exegetischen Werkstatt führt bisweilen zu erstaunlichen Erkenntnissen

In der Kirche herrscht keine Redefreiheit - zumindest nicht in den 10 Minuten nach dem Evangelium in der Heiligen Messe. Wer daran rührt, kann sich sicher sein, emotionale Diskussionen auszulösen. In solchen Auseinandersetzungen wird die Schlagkraft der Bibel wiederentdeckt, wobei die Tiefe der Texte und ihrer Entstehung selten beachtet wird. Wer sich mit Verstand in diese Abgründe wagt, wird nicht nur Überraschendes erkennen, sondern auch Auswege aus manch vermeintlichem Dilemma.

Mensch, Adam! Ein neuer Blick auf die biblische Anthropologie

Schon oft hat die Kirche es unternommen, die Welt zu erklären. Oft tat und tut sie es von der Warte des vermeintlichen Besitzes der Wahrheit aus. Und oft genug musste sie früher oder später erkennen, dass die Wahrheit größer ist und tiefer geht, als es auf den ersten Blick erscheint. Das gilt auch für die Frage, was oder wer der Mensch eigentlich ist. Ist er bloß Mann und Frau, wie der Katechismus es sagt, oder männlich und weiblich, wie das Wort Gottes bezeugt? Der kleine Unterschied aber macht wahrhaftig einen Unterschied!

Blauschopf und Lichtgestalt Eine satirisch-ernste Reflexion über Sein und Schein der Meinungsmacher

Ein jugendlicher YouTuber mischt eine gestandene Volkspartei auf. Die digitale Kommunikation bleibt offenkundig auch heute noch Neuland. Bei den vielen Fragen, die nach dem Video Rezos gestellt werden, bleibt eines unzweifelhaft: In seiner Botschaft ist zuviel Wahres auch über den Klimawandel, als dass sie ignoriert werden könnte. Das aber gilt umso mehr, wenn Bote und Botschaft identisch sind, wie Christen es Jesus Christus glauben. Wer ist dieser, der solches sagt? - in jeder Hinsicht eine bleibend aktuelle Frage.

Todsicher auferstanden! Oder: Mit Paulus lernen, wie man Theologie treibt

Kreuzestod und Auferstehung bilden den inneren Kern des christlichen Glaubens. Dabei ist allein schon der Glaube an die Auferstehung eine Herausforderung an die Vernunft, widerspricht sie doch zuerst aller menschlichen Erfahrung. Bereits Paulus stellt sich dieser Skepsis - und legt damit die Basis für die Prinzipien theologischer Erkenntnis, die nicht bloß glaubt, sondern um Verstehen ringt. Die Herausforderung bleibt - auch für diejenigen, die sich gegen die Auferstehungszeugen stellen.

Lehre leere Lehren leeren Oder: Warum man das Wort Gottes nur mit Besonnenheit und Leidenschaft zum Leben erwecken kann

Was ist ein Lehramt wert, dessen Lehre niemand mehr erreicht? Wo der Mensch aus dem Blick gerät und das Ineinander von Leidenschaft und Besonnenheit fehlen, entleert sich die Lehre selbst. Da hilft es auch nicht, Bibelzitate anzuführen - schon gar nicht, wenn diese aus dem Zusammenhang gerissen werden. Sind das, was die Kirche heute lehrt, wirklich noch die Worte des ewigen Lebens? Der Rabbi von Nazareth war das wesentlich konkreter und weltzugewandter als es manchem Frommen heutzutage lieb ist. Sein Wort verstörte damals ebenso wie heute - wenn man es wirklich ganz und ungestutzt hört; und das ist gut so!

Es muss wieder gewartet werden Gedanken eines Neutestamentlers über eine Kirche zwischen Ist und Soll

Die Kirche ist im Umbruch. Wieder einmal. Gegenwärtig erscheint sie, die doch ein Feldlazarett für die Menschen sein, selbst heilungsbedürftig. Wie zu allen Zeiten wird es der Kirche gut tun, wenn sie sich an das Fundament erinnert, auf dem sie gegründet ist: Das Wort Gottes. Und wie zu allen Zeiten muss und kann man sie nicht neubauen - wohl aber besteht die Pflicht, sie mit Bedacht, den richtigen Werkzeugen und gutem Baumaterial weiterzubauen. Nur so kann der bedenkliche Ist-Zustand wieder dem verheißenen Soll-Zustand angenähert werden.

Unbeschnitten strittig Warum sich eine Kirche aus unbeschnittenen Heiden auf den Juden Jesus Christus gründet

Wer sich auf den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs beruft, der auch der Gott und Vater Jesu Christi ist, kommt nicht an der Frage der Beschneidung vorbei. Gerade weil sie ein göttliches Gebot an Abraham ist, entsteht eine Begründungspflicht für die, die die Beschneidung nicht vollziehen. Hinter der Frage um die Beschneidung oder die Unbeschnittenheit verbirgt sich das Ringen um ein neues theologisches Selbstverständnis, um das eben nur und bleibend unbeschnittene Heiden, also Nichtjuden, ringen müssen, die sich zum Gott und Vater Jesu Christi bekennen.