Das Wagnis Ein neutestamentliches Plädoyer für einen nicht bloß behaupteten Kulturwandel

Schiffe sind gute Werkzeuge, um Menschen zu verbinden. Wenn ein Schiff in Schieflage gerät, aber nicht untergeht, kann die Mannschaft Rettungsboote besteigen und das Schiff aufgeben. Sie werden dann von anderen, fremden Schiffen aufgenommen, stranden auf einsamen Inseln oder gehen auf dem Meer verloren. Man könnte auch die Schiffsschlosser holen, um das Leck abzudichten und das Schiff mit kreativem Geist wieder flott zu machen, denn es gibt nur das Material, was an Bord ist. In der Kirche ist das die Aufgabe der Theologie. Es ist wieder an der Zeit, mit kreativem Geist mehr Theologie zu wagen.

Die Verführung der Schafe Eine neutestamentliche Replik auf Kevin Kühnerts sozialistischen Denkversuch

Der Vorsitzende der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, denkt sozialistisch - was für eine Überraschung! Ob aber die in seinem sozialistischen Denkversuch angestellten Überlegungen der Kollektivierung großer Unternehmen eine wirklich zukunftsträchtige Lösung ist, die den gesellschafltichen Frieden zu bewahren geeignet ist? Der Mensch an sich hat ja seine Eigenarten, die man nicht einfach wegidealisieren kann. Das zeigen nicht nur markante biblische Beispiele. Im Neuen Testament finden sich auch Ansätze einer Alternative zur sozialistischen Utopie.

Todsicher auferstanden! Oder: Mit Paulus lernen, wie man Theologie treibt

Kreuzestod und Auferstehung bilden den inneren Kern des christlichen Glaubens. Dabei ist allein schon der Glaube an die Auferstehung eine Herausforderung an die Vernunft, widerspricht sie doch zuerst aller menschlichen Erfahrung. Bereits Paulus stellt sich dieser Skepsis - und legt damit die Basis für die Prinzipien theologischer Erkenntnis, die nicht bloß glaubt, sondern um Verstehen ringt. Die Herausforderung bleibt - auch für diejenigen, die sich gegen die Auferstehungszeugen stellen.

Lehre leere Lehren leeren Oder: Warum man das Wort Gottes nur mit Besonnenheit und Leidenschaft zum Leben erwecken kann

Was ist ein Lehramt wert, dessen Lehre niemand mehr erreicht? Wo der Mensch aus dem Blick gerät und das Ineinander von Leidenschaft und Besonnenheit fehlen, entleert sich die Lehre selbst. Da hilft es auch nicht, Bibelzitate anzuführen - schon gar nicht, wenn diese aus dem Zusammenhang gerissen werden. Sind das, was die Kirche heute lehrt, wirklich noch die Worte des ewigen Lebens? Der Rabbi von Nazareth war das wesentlich konkreter und weltzugewandter als es manchem Frommen heutzutage lieb ist. Sein Wort verstörte damals ebenso wie heute - wenn man es wirklich ganz und ungestutzt hört; und das ist gut so!

Der Narr von Nazareth Über notwendige Korrekturen eines harmlos gewordenen Jesusbildes

Die Zeit der Karnevaliade sei vorbei, soll Jorge Maria Bergoglio nach seiner Wahl zum Papst gesagt haben. Auch wer sich auf Jesus von Nazareth beruft, muss die falschen Masken ablegen. Das Neue Testament zeigt ihn als lauten Heiland, der schon zu seiner Zeit die, die etwas zu sein scheinen, schonungslos entlarvt. Wer diesem Jesus nachfolgen will, kann das wohl kaum still auf Knien tun.

Es muss wieder gewartet werden Gedanken eines Neutestamentlers über eine Kirche zwischen Ist und Soll

Die Kirche ist im Umbruch. Wieder einmal. Gegenwärtig erscheint sie, die doch ein Feldlazarett für die Menschen sein, selbst heilungsbedürftig. Wie zu allen Zeiten wird es der Kirche gut tun, wenn sie sich an das Fundament erinnert, auf dem sie gegründet ist: Das Wort Gottes. Und wie zu allen Zeiten muss und kann man sie nicht neubauen - wohl aber besteht die Pflicht, sie mit Bedacht, den richtigen Werkzeugen und gutem Baumaterial weiterzubauen. Nur so kann der bedenkliche Ist-Zustand wieder dem verheißenen Soll-Zustand angenähert werden.

Hyper, Hyper Oder: Die vielfältige Einheit der Kirche verträgt keine Sonderwege

Die Kirche als der eine Leib Christi besteht aus vielen Gliedern. Die Einheit in der Vielfalt zu realisieren ist ihr aufgegeben. Kann es da in der Kirche Sonderwege geben, die besser sind als andere? Die Texte des Neuen Testamentes mahnen Vielfalt an - aber auch die Ausrichtung auf den vom Kreuzestod Auferstandenen, der nicht durch selbsternannte Propheten verdeckt werden darf. Die Kirche als Leib Christi ist eben kein Zoo geistlicher Eitelkeiten.

Berührt, geführt? Wer Menschen zu Christus führen will, muss selbst berührbar sein

Christus berührbar zu machen, ist das Ziel vieler moderner pastoraler Ansätze - und das, obwohl sich der Auferstandene als der Unberührbare gezeigt hat. Der irdische Jesus hingegen ist berührbar und berührt. Seine Berührungen sind zu konkret, um vergeistlicht werden zu können - und genau das ist Ambivalenz und Herausforderung heutiger Verkündigung.

Unbeschnitten strittig Warum sich eine Kirche aus unbeschnittenen Heiden auf den Juden Jesus Christus gründet

Wer sich auf den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs beruft, der auch der Gott und Vater Jesu Christi ist, kommt nicht an der Frage der Beschneidung vorbei. Gerade weil sie ein göttliches Gebot an Abraham ist, entsteht eine Begründungspflicht für die, die die Beschneidung nicht vollziehen. Hinter der Frage um die Beschneidung oder die Unbeschnittenheit verbirgt sich das Ringen um ein neues theologisches Selbstverständnis, um das eben nur und bleibend unbeschnittene Heiden, also Nichtjuden, ringen müssen, die sich zum Gott und Vater Jesu Christi bekennen.