Gehorsam folgsam oder freiwillig einsichtig Neutestamentliche Überlegungen über kindliche Sicherheitsbedürfnisse und reife Mündigkeit

Freiwilliger Gehorsam? - mit diesem Paradox wird auch in der Kirche gerne Gefolgschaft ohne allzu kritische Nachfragen gefordert. Der mit freiem Willen ausgestattete mündige Mensch aber kann nie unkritisch gehorsam sein. Er darf es nicht. Im Gegenteil: Seine Entscheidungen beruhen auf Einsicht und Erkenntnis. Man muss ihn also gewinnen, will man ihn nicht im Stand eines Kindes lassen. In der Zeit, wo Masken zur Pflicht werden, demaskiert sich mancher Charakter als vorschnell gehorsam oder einsichtig aus freiem Willen.

Nähe und Distanz Neutestamentliche Anmerkungen über eine nicht nur pastorale Herausforderung in Zeiten der Corona-Pandemie

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Die angesichts der Corona-Pandemie medizinisch notwendige Forderung nach körpferlichem Abstand bedeutet eine Herausforderung: Wie kann trotz angemessener physischer Distanz soziale Nähe gelingen und aufrecht erhalten werden? Der Mensch wird hier in seiner ganzen Existenz gefordert - mit Leib und Geist.

Fragiler Firnis mit fortschreitenden Fissuren Nachdenkliche Beobachtungen eines Neutestamentlers in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie stellt die gegenwärtige Generation vor Herausforderungen, für die es keine Vorerfahrungen gibt. Neben egomanischen Auswüchsen zeigt sich aber immer wieder auch die Fähigkeit des Menschen zur Solidarität. Solidarität ist die Haltung, mit der die Krise bewältigt werden kann. Dazu gehört, das eigene Verhalten gerade an den Schwächsten und den Risikogruppen zu orientieren. Das gilt gerade auch für Christen. Nächstenliebe ist ein Tatwort, das alle frommen Versuchungen durchkreuzt - gerade wenn es um den einen Leib Christi geht.

Corona morbus coronae creatonis Eine Suche nach der Würde der Krankheit

Ein Virus setzt die Welt in Schrecken. Noch weiß man nicht viel über das neuartige Corona-Virus. Das ist aber vielleicht eine der Ursachen, warum viele Menschen von einer kaum greifbaren Angst erfasst werden. Krankheiten kränken das menschliche Bewusstsein - und sie grenzen bisweilen aus. Das Beispiel Jesu ist da geradezu distanzlos. In Zeiten irrationaler Hysterie kann es helfen, zurück zu gelassener Vorsicht zu finden.