Proselyt

Proselyt – vom griechischen προσήλυτος – “Hinzugekommener, Fremdling”. Als Proselyten werden Menschen bezeichnet, die ursprünglich nicht durch Geburt dem jüdischen Volk angehören, aber zum Judentum konvertiert sind. Der Begriff begegnet bereits in den ältesten Teilen der Septuaginta, also der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes. Er wird dort unter anderem für die Wiedergabe des hebräischen Wortes גֵּר (gesprochen: ger)/”Fremder” verwendet. In neutestamentlichen Zeiten werden Heiden, die sich zum Judentum bekehren, als Proseylten bezeichnet. Dadurch schwingt trotz erfolgter Konversion eine gewisse bleibende Fremdheit mit.

Weitere Beiträge:

1 Reply

  1. […] Wie wenig die Gemeinschaft mit Jesus den Stillstand duldet, wird allein schon in der ersten Lesung vom vierten Sonntag der Osterzeit im Lesejahr C deutlich. Dort wird von der Verkündigungstätigkeit Paulus’ und Barnabas’ berichtet. Sehr schön wird die authentische Verkündigungsmethode des Paulus beschrieben, der zuerst immer die Synagogen aufsuchte, in denen sich seinerzeit Juden, Proselyten und sogenannte Gottesfürchtige versammelten; Gottesfürchtige waren Heiden, die mit dem jüdischen Monotheismus sympathisierten, aber (noch) nicht zum Judentum übertraten. Heiden, die zum Judentum übertraten, bezeichnete man als Proselyten. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.